THERMISCHE BAUPHYSIK

Die Thermische Bauphysik gewinnt seit Jahren sowohl in Fachkreisen als auch gesellschaftlich stetig an Bedeutung. In den Anfangszeiten der Bauphysik bestand die hauptsächliche Zielsetzung in der Vermeidung von wärme- und feuchtetechnischen Bauschäden. Heute liegt ein wesentlicher Akzent in einer Steigerung der Energieeffizienz von Neu- und Altbauten. Insbesondere steigende Energiekosten und die Zielsetzung zum Klimaschutz führten im letzten Jahrzehnt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Regelwerke und einem umfassenderen bauphysikalischen Anforderungsprofil.
Standardverfahren zum Wärme- und Feuchteschutz durch detaillierte Betrachtungen der Energieeffizienz nach DIN V 18599 werden durch thermische, dynamische Gebäudesimulationen sowie instationäre Feuchtigkeitstransportmodelle erweitert.

MESSUNGEN

Überprüfen - Kontrollieren - Bestätigen
Bauphysikalische Messungen können als Qualitätskontrolle bereits während der Bauphase durchgeführt werden, um frühzeitig eine Kontrolle der Bauausführung zu dokumentieren und als Bestätigung neu entwickelter Konstruktionen und Sonderausführungen zu erhalten. Nach Abschluss von Baumaßnahmen sind bauphysikalische Prüfungen zur Abnahme und Prüfbestätigung von immer größerer Bedeutung. Folgende bauphysikalische Messungen können wir für Sie durchführen:

  • Messung des Luft- und Trittschallschutzes als zertifizierte VMPA-Güte-Prüfstelle nach DIN 4109
  • raumakustische Messung zur Nachhallzeit, Sprachverständlichkeit, Deutlichkeitsmaß, etc.
  • Messung der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle (Blower-Door-Messverfahren nach DIN EN 13829)
  • Messung der Oberflächentemperatur (Thermografie) zur Wärmebrücken- oder Schadensanalyse


  • SCHALLSCHUTZ

    Endlich Ruhe

    baulicher Schallschutz

    Das Fachgebiet der Bauakustik beschäftigt sich mit der Luftschalldämmung von Trennwänden, Trenndecken sowie Fenstern/Fassaden und Türen. Um eine, der Nutzung angemessene Vertraulichkeitessituation zu schaffen, ist eine vohergehende Planung erforderlich. Dabei ist es ratsam, möglichst frühzeitig auf Gebäude und Raumanordnungen sowie Grundrissgestaltung Rücksicht zu nehmen.

    Schallimmissionsschutz

    Das Fachgebiet des Schallimmissionsschutzes behandelt die Thematik des von Gebäuden oder von technischen Anlagen ausgehenden Lärms bei der Nachbarschaft. Über aktive oder passive Lärmminderungsmaßnahmen können eventuelle Überschreitungen der Schallimmissionsrichtwerte behoben werden. Auch hier ist eine frühzeitige Einbindung sinnvoll, um nachträgliche Schallminderungsmaßnahmen zu umgehen.

    Technischer Schallschutz:

    Geräte erzeugen Schwingungen und können so zu störenden Geräuschübertragungen führen. Die Schallentkopplung solcher Geräte muß auf die Anregung abgestimmt werden. Dabei wird auf die Wirkprinzipien der Dämmung und Dämpfung gesetzt. Je weicher ein Gerät gelagert wird um so besser ist die Dämmwirkung. Vergleichbar mit Fahrzeugen französischer Hersteller die sich in Kurven sanft und weich neigen - sehr komfortabel. Je stärker der Schwingwiderstand durch Reibung oder Viskosität ist umso besser ist die Dämpfungswirkung. Ist der Stoßdämpfer eines KFZ defekt schaukelt das Fahrzeug mit seiner Eigenfrequenz auf und ab ohne Straßenunebenheiten effektiv zu kompensieren.

    Dämmung und Dämpfung müssen auf die zu entkoppelnde Anlage abgestimmt werden.

    RAUMAKUSTIK

    Verständlich – deutlich – höher

    Die Sprachverständlichkeit in Konzertsälen, Opernhäusern, Plenarsälen, Sitzungssälen, Konferenzräumen, etc. ist von großer Bedeutung. Räume, die der Sprachverständlichkeit dienen, müssen raumakustisch optimal ausgelegt werden. Eine frühzeitige Einbindung der raumakustischen Fachplanung kann auf die Raumgeometrie positiv Einfluss nehmen. Darüber hinaus wird über die akustischen Eigenschaften der Raumumfassungsflächen die Nachhallzeit optimal ausgelegt. Um eine gute Sprachverständlichkeit zu generieren, sind Flatterechos zu vermeiden und über das gesamte Frequenzspektrum ein gleichmäßiger Nachhallzeitverlauf sicher zu stellen.