Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude ist da
Januar 2021

Am 01.01.2021 trat die erste Stufe der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) in Kraft. Hierzu ein kurzer Überblick:

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) fördert die Sanierung bestehender Gebäude (Wohn- und Nichtwohngebäude) durch Einzelmaßnahmen. Förderfähige Einzelmaßnahmen sind beispielhaft:

Dämmung der Gebäudehülle:

Zuschuss von 20 % für die Dämmung von Außenwänden, Dächern, Kellerdecken, Wänden und Böden gegen Erdreich, Decken gegen Außenluft, Austausch von Fenstern und Haustüren sowie Einbau von Sonnenschutzelementen. Der Zuschuss wird nach Abschluss der Maßnahme auf die tatsächlich angefallenen Kosten gezahlt. Zu den Kosten zählen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Maßnahme anfallen, z. B. auch die Kosten für ein Baugerüst und das Entsorgen des Altmaterials.

Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage
Der Einbau einer neuen Heizung wird mit einem Zuschuss von 20 – 45 % in Abhängigkeit des regenerativen Energieanteils gefördert. Mindestens 25 % des Wärmebedarfs muss regenerativ erzeugt werden, z. B. über eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe

So funktioniert die Förderung:

  1. Kontaktaufnahme mit einem auf der Expertenliste des Bundes gelisteten Energieeffizienzexperten
  2. Abstimmung der Fördervoraussetzung mit dem Experten
  3. Erstellen einer Technischen Projektbeschreibung (TPB) durch den Experten
  4. Antrag auf Förderung bei der BAFA stellen
  5. Bestätigung der Förderung durch die BAFA
  6. Beauftragung der ausführenden Firma
  7. Durchführen der Maßnahme(n)
  8. Prüfung der Umsetzung durch den Experten
  9. Erstellung des Technischen Projektnachweises durch den Experten (TPN)
  10. Einreichung des Projektnachweises (TPN) bei der BAFA
  11. Auszahlung der Förderung durch die BAFA

 

Höchstgrenzen der förderfähigen Kosten:

Wohnhäuser:                                  60.000,00 € pro Wohneinheit und Kalenderjahr

Nichtwohngebäude:                      1.000,00 € pro ² Nettogrundfläche, maximal 15 Mio. €

 

Förderung von Energieeffizienten Wohn- und Nichtwohngebäuden als „Effizienzhäuser“ durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW)

Das ist neu:

  • Ab dem 01. Juli 2021 Umstellung der Förderung auf das Gebäudeenergiegesetz (kurz: GEG).
  • 5 % höhere Förderquote, wenn durch den Einbau einer neuen Heizungsanlage mindestens 55 % des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt wird (Erneuerbare-Energien-Klasse).
  • Wahlmöglichkeit zwischen einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem direkt ausgezahlten Zuschuss.
  • Anstieg der Förderquoten, z.B. Wohngebäude „Effizienzhaus 55“ wird mit bis zu 48.000 € (Sanierung) und 18.000 € (Neubau) je Wohneinheit gefördert.
  • Wichtig: Bauleistungen dürfen erst nach Beantragung der Förderungen beauftragt werden, Planungsleistungen sind hiervon ausgenommen.

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